17. Tag 15. Juni 2013

Der Tag beginnt kalt und sollte den ganzen Tag auch nicht besser werden. Zumindest hat es auch nie geregnet. Wir haben noch beim Lanz und Hanomag Öl gewechselt und die Traktoren abgeschmiert. Mit Reiner Kalf haben wir uns noch bis Nachmittag nett unterhalten. Im gefällt es hier noch immer sehr gut und er würde wieder hier her ziehen.

um halb drei starteten wir Richtung Nordkap. Wir hatten mit 3 kleinen Pausen ca. 7 Stunden vor uns. Das Land ist hier sehr schorf  und kühl. Man kann nicht verstehen, dass sich hier Menschen ansiedeln. Europa ist aber bewohnt bis zum letzten Zipfel. Die Straße zum Nordkap ist so wild wie das Land, sehr schmal und zumindest zur Hälfte eine Holperpiste. Gegen halb zehn kamen wir an unser Ziel. Den Sieg haben wir noch ausgiebig gefeiert.

Tages km 156                                   gesamt km  3688

Servicearbeiten
Servicearbeiten
Jensei mit seinem Traktor bei Reiner Kalf 2010
Jensei mit seinem Traktor bei Reiner Kalf 2010
der Nordkaptunnel 6870 Meter lang führt er 212 Meter unter den Meeresspiegel
der Nordkaptunnel 6870 Meter lang führt er 212 Meter unter den Meeresspiegel
am Ziel
am Ziel

18. Tag 16. Juni

Vormittag haben wir noch einmal das Gebäude am Nordkap besichtigt. Auch das Museum und das Video ist sehr interessant. Auch einige Karten für Verwandte und Bekannte haben wir aufgegeben. Gegen 1 Uhr starteten wir zur Rückfahrt. Wir fuhren 130 km die gleiche Straße zurück; besonders eingeprägt hat sich der Nordkap Tunnel. Auf einer Länge von 6800 Metern geht er in eine Tiefe von 212 Meter unters Meer bei einem Gefälle von 9% . Ein Tunnel mit einem Lanz ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der Ton vervielfätigt sich und klingt makaber.  Wir  fuhren dann die E 6 bis Alta zu einem Campingplatz . Auf den letzten Kilometern machte der Lanz Probleme. Viel Rauch und keine Kraft mehr. Nach dem Ausbau des Luftfilters glaubten wir das Problem gelöst zu haben.

Tages km 227                                             gesamt 3915

Sekt zur Feier
Sekt zur Feier
Hissung der Tiroler Fahne am Nordkap
Hissung der Tiroler Fahne am Nordkap

19. Tag 17. Juni 2013

 

Wir haben lange ausgeschlafen. Im Reiseführer haben wir erfahren, dass hier einer der kältesten Orte in Norwegen ist. Auch stand darin dass die Deutschen beim Rückzug die gesamte Stadt, außer 2 Gebäuden dem Erdboden gleich gemacht haben. Gegen 11 Uhr starteten wir zur Weiterfahrt. Leider waren die Probleme beim Lanz noch immer nicht gelöst. Ich konnte auch keine schlüssige Auskunft über das Problem erfahren. Auf der Ebene lief er hervorragend aber bei jeder Steigung ging er in die Knie. Die Straßen in dem Gebiet sind äußerst Scheiße. Spurinnen, schmal und immer auf und ab. Wir beschließen so schnell wie möglich nach Schweden zu fahren, wo es ebener sein soll. Am Abend sagt mir Richard, dass ich die Einspritzdüse kontrollieren soll. Ich hoffe morgen das Problem zu lösen. So ist die Fahrt zermürbend.

Tages km 159                                                 gesamt 4074

An der E 6 wird viel gebaut, Auch die Alpine ist beim Bauen dabei
An der E 6 wird viel gebaut, Auch die Alpine ist beim Bauen dabei
Rentiere mitten auf der Straßee
Rentiere mitten auf der Straßee
ein Fjord nach dem anderen in Norwegen
ein Fjord nach dem anderen in Norwegen
wo fehlts bloß
wo fehlts bloß

20. Tag 18. Juni 2013

Leider hat sich herausgestellt, dass das Problem größer ist. Die Einspritzdüse ist kaputt. In Norwegen wird nur Biodiesel verkauft. Der Lanz ist dafür nicht geeignet. Ein Däne der zufällig vorbeikam suchte mit mir eine Werkstatt. Nach einigem hin und her erfuhren wir von einem Müllwagenfahrer, dass in Storslet, 24 km weiter eine Lkw Werkstätte ist. Er fuhr mit mir dahin und übersetzte mir. Der Werkstättenleiter gab mir seine Adresse um uns eine Düse aus Deutschland schicken zu lassen. Richard Glöckner besorgte uns  inzwischen 2 Ersatzeinspritzdüsen für den Lanz und vorsichtshalber eine für den Hanomag. Was für Ihn gar nicht so einfach war, schließlich sind die nicht mehr im Handel erhältlich. Er hat dafür sicher ienen Tag Zeit aufgewendet, was für einen Rentner nicht einfach ist, denn die haben nie übrige Zeit.  Innerhalb 48 Stunden sollen sie hier in Norwegen sein. Pakete nach Norwegen sind gar nicht so einfach, weil Norwegen nicht bei der EU ist. Die angenehmen Seiten der EU sind immer gleich übersehen, man glaubt ja es ist alles normal. Wir hoffen, dass der Zoll keine Probleme macht und uns nicht einige Tage hängen lässt. Inzwischen haben meine Kollegen Gerd kennengelernt. Er wohnt nur 2 Häuser von unserm Standplatz weiter und lebt seit 40 Jahren in Norwegen. Er war Seemann und hat dann auf einer Plattform gearbeitet. Er holte mich mit Thomas von der Werkstatt ab und brachte mich zurück. Wir beschlossen den Lanz mit dem Hanomag in die Werkstätte zu schleppen und dann den Wohnwagen zu holen. " französische Camper gerade mit Ihrem Campingbus vorbeikamen erkundigten sich bei uns boten spontan an den Wohnwagen mitzunehmen. So ersparten wir uns 48 km mit dem Traktor.

Tages km 24                                          gesamt km 4098

überstellen des Lanz
überstellen des Lanz
Thomas war bereits am Morgen vor unserem Wohnwagen. Ersagte uns daß er ein Globetrotter ist und mit seinem Fahrrad die ganze Welt bereise.
Thomas war bereits am Morgen vor unserem Wohnwagen. Ersagte uns daß er ein Globetrotter ist und mit seinem Fahrrad die ganze Welt bereise.
Die freundlichen Dänen die uns sehr weitergeholfen haben. Er spricht norwegisch und deutsch. Er sagte mir, daß er in Dänemark alleine eine Landwirtschaft geführt hat mit 150 Jersey Kühen, als Biobetrieb und 10 000 Litern Stalldurchschnitt.
Die freundlichen Dänen die uns sehr weitergeholfen haben. Er spricht norwegisch und deutsch. Er sagte mir, daß er in Dänemark alleine eine Landwirtschaft geführt hat mit 150 Jersey Kühen, als Biobetrieb und 10 000 Litern Stalldurchschnitt.
Die Franzosen mit unserem Wohnwagen
Die Franzosen mit unserem Wohnwagen
Die Sonne in Norwegen um Mitternacht
Die Sonne in Norwegen um Mitternacht

21. Tag 19. Juni

Wir sind zum Nichts tun verurteilt, dabei würden wir so gerne Traktor fahren. Wir haben erst die Hälfte unser Tour hinter uns. Nach Hause sind es noch 4000 km, 2000 bis Göteborg, 3000 bis zu Richard Glöckner unserem Traktortoktor. Die Reifen sind beim Lanz bereits so abgefahren, daß ich nicht weiß ob sie noch bis nach Hause halten. Straßenfahren ist für Traktorreifen nicht das beste. Beim Hanomag werden sie halten. Ein Mitarbeiter der Werkstatt der am Vorabend mit einem Bauern bei uns vorbei kam, wollte versuchen uns eine Düse zu besorgen, leider musste er uns heute absagen. So warten wir noch immer auf das Paket das, wenn`s gut geht morgen kommen soll. Das Wetter war heute vormittag sehr schön wechselt aber ständig. Die Temperaturen liegen die letzten Tage bei 10 bis 12 Grad. regen haben bereits seit 14 Tagen kaum mehr bekommen. In Norwegen hatten sie im Mai bereits 30 Grad was hier völlig abnormal ist. Normalerweise sagte uns Gerd liegt hier um die Zeit auf den Bergen wesentlich mehr Schnee.

Der Fahrer des Rettungsautos wollte unbedingt einmal am Traktor mitfahren
Der Fahrer des Rettungsautos wollte unbedingt einmal am Traktor mitfahren
unser Werkstatt ca. 300 kmoberhalb von Narvik
unser Werkstatt ca. 300 kmoberhalb von Narvik
warten auf die Ersatzteile
warten auf die Ersatzteile

Bericht in einer norwegischen Zeitung

http://www.framtidinord.no/nyheter/article7778879.ece

22. Tag 20. Juni

Wir sitzen immer noch fest. Die Hoffnung, daß wir um 10 Uhr die Sendung bekommen hat sich zerschlagen. Der Werkstattleiter hat aber gesagt er kommt heute nach Tromsoe, wo das Paket seit gestern liegt, und holt das Paket selbst ab und bringt uns die Lieferung bis 18 Uhr. Dann nichts wie auf und davon. Die Leute sind hier zwar sehr nett, wir dürfen auch die Dusche und Waschmaschine benutzen, aber jetzt hält uns hier nichts mehr.

 

Wir fahren wieder! Gegen 18 Uhr haben wir die Ersatzteile bekommen. " Düsen für den Lanz und vorsichtshalber eine für den Hanomag. Doch nach dem Einbau der Düse keine Veränderung, der Lanz hat immer noch keine Kraft. Wir entschlossen uns daraufhin die andere zu versuchen. Siehe da, volle Kraft. Der Regen ließ inzwischen nach und wir beschlossen noch ein Stück zu fahren, es war inzwischen schon fast halb neun. Der Traktor lief dann so gut und wir fuhren bei Taglicht noch bis Mitternacht. In 2 Tagen werden wir den Polarkreis überschreiten und wieder Nacht sehen. Seit 10 Tagen sehen wir keinen Unterschied mehr zwischen Tag und Nacht. Unser Nachtquartier schlagen wir in Skibotn auf. Wir beschließen  Norwegen zu verlassen, die Straßen sind miserabel und immer geht es bergauf und ab. Morgen Vormittag werden wir nach Finnland kommen und am frühen Nachmittag Schweden erreichen. Nach der Auskunft die uns Gerd gegeben hat ist es ab der finnischen Grenze zunehmend flacher und die Straßen besser. Wir werden versuchen etwas längere Tagesetappen zu machen um die Zeit wieder gut zu machen. Nach Hause haben wir noch ca. 3600 km

Tages km 113                                             gesamt 4211

Der Ersatzteil kommt
Der Ersatzteil kommt
das Paket ist da
das Paket ist da
unser Helfer in der Not
unser Helfer in der Not
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